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Schulentwicklungsplan 2009

Déjà-vu-Erlebnis: Schulentwicklungsplan 2009

Da denkt man schon: Hatten wir das nicht schon mal? Klar, damals hieß es Schulentwicklungsplan 2006/2007. Auch da ging es bereits um zu viele Grundschulen für zu wenig Kinder. Und die Gutachter hatten eigentlich die gleichen Empfehlungen wie im Schulentwicklungsplan 2009: Am Schulstandort Rahser aus zwei Schulen eine Schule zu machen mit einem Nebengebäude auf der Krefelder Straße. 

FürVIE wollte dies damals schon, im Vorfeld sogar mit zugesagter Unterstützung einer so genannten Volkspartei. Doch eine Viertelstunde vor der entscheidenden Ratssitzung bekamen wir die Nachricht, man hätte sich mit einer anderen so genannten Volkspartei zusammen getan und hätte eine eigene Lösung erarbeitet. Diese „Lösung“ hatte natürlich nichts mit den Empfehlungen des Schulentwicklungsplanes zu tun. Die hatte mehr etwas damit zu tun, dass die so genannten Volksparteien dem demonstrierenden Volk – nee, so wenig Leute sind eigentlich kein Volk, sondern eine kleine Interessensgruppe – auf die Plakate geschaut hatte und Angst um Wählerstimmen bei einer der ständig stattfindenden Wahlen hatten.

So stand FürVIE damals allein auf weiter Flur mit einer Meinung, die jetzt, über drei Jahre später, auf einmal alle Parteien teilen. Schön, dass man von uns auch noch lernen kann.

Man darf nicht darüber nachdenken, was uns diese Wählerstimmenfangentscheidung damals gekostet hat. Der Container, der für eine Handvoll Kinder an der Krefelder Straße aufgestellt wurde, kostete 75.000 Euro. Dafür könnten wir fast drei Jahre das Wildgehege auf den Süchtelner Höhen am Leben halten. Und der Mietvertrag soll wohl über fünf Jahre laufen, so dass wir aus der Nummer auch nicht rauskommen.

Was aber noch bedauerlicher ist, ist die Tatsache, dass die Schulen heute schon zusammen gelegt wären, wenn wir dies 2006 angestoßen hätten. Und die Spannungen zwischen Eltern und Lehrerinnen der beiden Schulen hätten bereits längst ein Ende gefunden. Durch richtige Entscheidungen kann man halt nicht nur Geld sparen, sondern manchmal auch eine Menge unnötige Aufregung der Betroffenen.

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